Im März 2011 beschloss die Gemeindevertretung mit großer Mehrheit einen Rathaus-Neubau. Der Standort sollte neben der Wilmsstraße 41, dem heutigen Gemeindeamt sein. Das nebenliegende Grundstück der Kirchengemeinde sollte in die Planungen und den Wettbewerb einbezogen werden. Ziel war die Schaffung eines identitätsstiftenden Areals mit repräsentativer Wirkung. Eine Nutzung des großen Sitzungssaales war auch für Veranstaltungen vorgesehen.
Seither ist seitens der Verwaltung nicht viel Sichtbares geschehen. Einen Zettel mit einer Zahlenkolonne von Raumgrößen gibt es seit Anbeginn der Diskussion. Immer wieder wurden die Zahlen in Zweifel gezogen. Streitpunkt war die vorgeschlagene Größe der Büroflächen. Wie groß darf der Schreibtisch eines Verwaltungsmitarbeiters sein? Begründet wurden die Zahlen vom Verwaltungschef nie. Hemberger hüllt sich in Schweigen, hat keine Vision, wie er seine Verwaltung zukunftsfähig und bürgerfreundlich gestalten will.
Die CDU spricht sich seit Jahren klar für einen Verwaltungssitz unter einem Dach aus. Allein die Verteilung der Fachämter auf drei Standorte bedingt hohe Reibungsverluste. Die Räumlichkeiten sind beengt, energetisch fragwürdig, wartungsintensiv und bieten keinerlei Spielraum mehr für eine Erweiterung. Mit der stetig steigenden Zahl der Einwohner muss auch die Zahl der Mitarbeiter verhalten mitwachsen.
Wir haben nachgerechnet und verglichen. Im Ergebnis kommen wir auf einen identischen Bedarf bei der Zahl der Mitarbeiter. Beim Raumbedarf haben wir ähnliche Zahlen ermittelt und die vorgesehenen Kosten in Höhe von 4,8 Millionen erscheinen realistisch. Soweit so gut.
In der Rücklage der Gemeinde sind zurzeit 4,95 Millionen vorhanden. Allerdings schwindet diese Rücklage in 2014 auf 46.000 € nach Bau der neuen Kita und des Rathauses. Faktisch gibt es also nach Fertigstellung der Bauten keinerlei finanzielle Reserve mehr. Entwickeln sich die Einnahmen nicht wie erhofft oder werden unabwendbar erforderliche Kosten fällig, die heute noch niemand erahnen kann, steht die Gemeinde vor einem Finanzdesaster. Das führte in die Haushaltssicherung und/oder in Kredite. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Heinrich Maidhof hat damit kein Problem, WIR schon.
Deshalb erwarten wir die intensive Prüfung von Public Private Partnership bis hin zur reinen Miete. Unsere wachsende Gemeinde muss liquide bleiben und Mittel für andere Investitionen dürfen nicht auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben werden.




